Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Besonders Jugendliche sind betroffen, doch auch viele Erwachsene leiden noch Jahre später unter entzündlichen Hautveränderungen. Die sichtbaren Hautveränderungen können das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen und zu erheblichem Leidensdruck führen.
Entgegen weit verbreiteter Annahmen ist Akne keine Folge mangelnder Hygiene. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe Erkrankung der Talgdrüsen, die durch hormonelle Einflüsse und entzündliche Prozesse entsteht.
Die gute Nachricht: Akne lässt sich heute sehr effektiv behandeln. Je früher eine geeignete Therapie beginnt, desto besser lassen sich Narben und chronische Verläufe vermeiden – auch nach ärztlicher Prüfung im Rahmen einer Online-Konsultation.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel. Sie entsteht vor allem dort, wo viele Talgdrüsen vorhanden sind, etwa im Gesicht, am Rücken und auf der Brust.
Im Mittelpunkt stehen vier Mechanismen:
- Vermehrte Talgproduktion
- Verhornungsstörungen der Haut
- Vermehrung bestimmter Hautbakterien
- Entzündungsreaktionen
Diese Prozesse führen zur Entstehung von Mitessern, Papeln, Pusteln und in schweren Fällen zu Knoten oder Zysten. Je nach Ausprägung unterscheidet man milde, mittelschwere und schwere Akneformen.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Die Ursachen der Akne sind multifaktoriell und oft hormonell bedingt.
Hormonelle Einflüsse spielen eine zentrale Rolle. Androgene steigern die Talgproduktion, weshalb Akne häufig in der Pubertät oder bei hormonellen Schwankungen auftritt.
Genetische Veranlagung beeinflusst, wie stark die Haut auf hormonelle Reize reagiert.
Bakterielle Faktoren: Das Hautbakterium Cutibacterium acnes trägt zur Entzündung bei, ist jedoch nicht alleinige Ursache.
Weitere begünstigende Faktoren sind:
- Bestimmte Medikamente (z. B. Kortison)
- Kosmetika mit komedogenen Inhaltsstoffen
- Stress
- Hormonelle Erkrankungen wie PCOS
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Akne zeigt sich durch unterschiedliche Hautveränderungen, abhängig von Schweregrad und Verlauf.
Typische Hautveränderungen sind:
- Mitesser (offen und geschlossen)
- Rote, entzündliche Knötchen
- Eitergefüllte Pusteln
- Schmerzhafte Knoten bei schweren Formen
Betroffene Hautareale sind vor allem Gesicht, Rücken, Brust und Schultern.
Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten, sind:
- Schmerzhafte, tiefe Entzündungen
- Narbenbildung
- Ausbleibende Besserung trotz Behandlung
- Psychische Belastung durch das Hautbild
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose der Akne erfolgt in der Regel durch eine klinische Beurteilung des Hautbildes.
Der Arzt beurteilt Art, Anzahl und Verteilung der Hautveränderungen sowie mögliche Auslöser. Bei Frauen können bei Verdacht auf hormonelle Ursachen zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein.
Laboruntersuchungen sind meist nicht erforderlich, können jedoch bei schweren oder therapieresistenten Verläufen erwogen werden.
Im Rahmen einer Online-Konsultation können Fotos des Hautbildes, Angaben zu Vorerkrankungen und bisherigen Therapien zur Einschätzung herangezogen werden.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Behandlung der Akne richtet sich nach dem Schweregrad und individuellen Faktoren.
Topische Retinoide normalisieren die Verhornung der Haut und beugen neuen Mitessern vor. Sie sind eine wichtige Basistherapie bei leichter bis mittelschwerer Akne. Häufige Nebenwirkungen sind Hautreizungen zu Beginn der Behandlung.
Benzoylperoxid wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Es wird häufig in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt.
Topische oder orale Antibiotika können bei entzündlicher Akne kurzfristig sinnvoll sein, sollten jedoch zeitlich begrenzt angewendet werden, um Resistenzen zu vermeiden.
Isotretinoin ist ein sehr wirksames Medikament bei schwerer oder therapieresistenter Akne. Es reduziert die Talgproduktion nachhaltig, erfordert jedoch eine engmaschige ärztliche Kontrolle aufgrund möglicher Nebenwirkungen und strenger Kontraindikationen.
Hormonelle Therapien können bei Frauen mit hormonell bedingter Akne hilfreich sein.
Die Wahl der Therapie erfolgt individuell und unter ärztlicher Kontrolle.
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.

Acnatac
Tretinoin 0,025%, Clindamycin 1%

Benzoylperoxid
Benzoylperoxid 2,5-10%

Differin
Adapalen 0,1%

Doxyderma
Doxycyclin 50 mg / 100 mg

Duac Akne Gel
Benzoylperoxid 5%, Clindamycin 1%

Epiduo
Adapalen 0,1%, Benzoylperoxid 2,5%
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Eine vollständige Vorbeugung von Akne ist nicht immer möglich, insbesondere bei genetischer Veranlagung.
Eine hautschonende Pflege mit nicht-komedogenen Produkten, regelmäßige Reinigung ohne Überpflege und der Verzicht auf aggressive Kosmetika können den Verlauf positiv beeinflussen.
Wichtig ist, Hautveränderungen nicht auszudrücken, um Entzündungen und Narbenbildung zu vermeiden.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus. Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und empfiehlt bei Eignung eine passende Therapie.
Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe () in Anspruch nehmen.
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