Was ist Mirena?
Mirena ist eine Hormonspirale (Intrauterinpessar/IUP) von Bayer, die das Gestagen Levonorgestrel direkt in die Gebärmutter abgibt. Sie bietet einen sehr zuverlässigen Verhütungsschutz für bis zu 5 Jahre.
Anders als die Pille wirkt Mirena hauptsächlich lokal in der Gebärmutter. Die Hormondosis ist deutlich niedriger als bei oralen Verhütungsmitteln, da das Hormon direkt am Wirkort freigesetzt wird.
Mirena wird auch zur Behandlung starker Periodenblutungen eingesetzt und kann diese deutlich reduzieren.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Levonorgestrel 52 mg (Freisetzung: ca. 20 µg/Tag initial)
Mirena wirkt durch mehrere Mechanismen:
Lokale Wirkung:
- Verdickung des Zervixschleims (Barriere für Spermien)
- Hemmung der Spermienbeweeglichkeit
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut
Zusätzlich: Bei manchen Frauen wird auch der Eisprung unterdrückt, besonders im ersten Jahr.
Der Pearl-Index liegt bei 0,16 – Mirena ist damit eine der sichersten Verhütungsmethoden überhaupt.
Für wen ist es geeignet?
Mirena ist geeignet für:
- Frauen, die langfristige Verhütung ohne tägliche Einnahme wünschen
- Frauen mit starken Periodenblutungen
- Stillende Mütter (ab 6 Wochen nach Geburt)
- Frauen, die keine Östrogene vertragen
- Frauen mit abgeschlossener Familienplanung
Auch für Frauen geeignet, die noch keine Kinder bekommen haben.
Verfügbare Dosierungen
- 52 mg Levonorgestrel im Reservoir
- Initiale Freisetzung: ca. 20 µg/Tag
- Nach 5 Jahren: ca. 10 µg/Tag
- Wirkdauer: 5 Jahre
Einnahmehinweise
Einsetzen:
- Durch einen Arzt/eine Ärztin
- Während oder kurz nach der Menstruation
- Der Eingriff dauert nur wenige Minuten
- Kontrolluntersuchung nach 4-12 Wochen
Entfernung:
- Jederzeit möglich durch den Arzt
- Die Fruchtbarkeit kehrt sofort zurück
Gegenanzeigen
Mirena sollte nicht eingesetzt werden bei:
- Schwangerschaft
- Akuten Entzündungen im Beckenbereich
- Gebärmutterhalskrebs oder Gebärmutterkrebs
- Unklaren Vaginalblutungen
- Missbildungen der Gebärmutter
- Akuten Lebererkrankungen
- Brustkrebs (aktuell oder innerhalb der letzten 5 Jahre)
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (besonders anfangs):
- Unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen
- Ausbleiben der Periode (bei ~20% nach 1 Jahr)
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen
- Akne
Gelegentlich:
- Ovarialzysten (meist harmlos)
- Brustspannen
- Stimmungsschwankungen
Selten:
- Ausstoßung der Spirale
- Perforation bei Einlage
Das Thromboserisiko ist nicht erhöht.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen sind selten, da Mirena lokal wirkt. Enzym-induzierende Medikamente könnten theoretisch die Wirksamkeit beeinflussen, dies ist aber nicht eindeutig belegt.
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





