Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Malaria ist eine der wichtigsten tropenmedizinischen Erkrankungen und kann – je nach Erreger und Verlauf – lebensgefährlich sein. Sie wird durch Plasmodien verursacht und durch Mückenstiche (Anopheles-Mücken) übertragen.
Ob eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll ist, hängt stark vom Reiseziel, der Jahreszeit, der Reisedauer, dem Reisestil und individuellen Risikofaktoren ab. In manchen Regionen reicht konsequenter Mückenschutz, in anderen wird dringend eine Prophylaxe empfohlen.
Die gute Nachricht: Mit gutem Mückenschutz und – wenn angezeigt – geeigneten Medikamenten lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Eine ärztliche Online-Konsultation kann helfen, die passende Prophylaxe für Ihr konkretes Reiseziel festzulegen.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Malariaprophylaxe umfasst Maßnahmen, die eine Malariaerkrankung verhindern sollen. Dazu gehören:
- Expositionsprophylaxe: konsequenter Schutz vor Mückenstichen
- Chemoprophylaxe: vorbeugende Einnahme von Medikamenten
- In manchen Situationen: Stand-by-Therapie (Notfallmedikation)
Die Auswahl hängt von Malariarisiko und Resistenzen im Zielgebiet ab. Besonders gefährlich ist Plasmodium falciparum (Malaria tropica).
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Malaria wird durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen. Risiko steigt mit:
- Aufenthalt in Hochrisikogebieten
- Regenzeit (mehr Mücken)
- Ländliche Regionen, einfache Unterkünfte
- Nachtaktivitäten ohne Schutz
Individuelle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: Schwangerschaft, Kinder, Immunsuppression oder Vorerkrankungen erhöhen das Komplikationsrisiko.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Malaria zeigt sich typischerweise durch:
- Fieber (oft schubweise, aber nicht immer typisch)
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Schüttelfrost
- Übelkeit, Durchfall
- Ausgeprägte Müdigkeit
Warnzeichen: hohes Fieber, Bewusstseinsstörungen, Atemnot, Gelbfärbung, Kreislaufprobleme. Nach Aufenthalt in Risikogebieten gilt: Fieber ist ein Notfall, bis Malaria ausgeschlossen ist.
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen (dicker Tropfen, Ausstrich, Schnelltest). Bei Verdacht muss sofort getestet werden – auch wenn Symptome unspezifisch sind.
Online kann vor der Reise eine Risikoabschätzung, Medikamentenwahl und Beratung zu Mückenschutz erfolgen. Bei Fieber nach Reise ist eine sofortige persönliche medizinische Abklärung erforderlich.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Prophylaxe ist keine einheitliche Therapie – sie wird individuell gewählt.
Atovaquon/Proguanil (z. B. Malarone):
- Gute Verträglichkeit, kurze Vor- und Nachlaufzeit
- Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen
Doxycyclin:
- Auch gegen andere Infektionen wirksam
- Nebenwirkungen: Magenreizungen, Lichtempfindlichkeit
- Nicht geeignet in Schwangerschaft und bei Kindern (ärztliche Abklärung)
Mefloquin:
- Wöchentliche Einnahme möglich
- Nebenwirkungen: neuropsychiatrische Beschwerden möglich; deshalb sorgfältige Eignungsprüfung
Wichtige Kontraindikationen sind je nach Medikament unterschiedlich (z. B. Schwangerschaft, psychische Vorerkrankungen, Leber-/Nierenfunktion). Das muss ärztlich geprüft werden.
Unabhängig vom Medikament gilt: Mückenschutz ist immer notwendig.
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Expositionsprophylaxe ist immer Pflicht:
- Repellent mit DEET/Icaridin
- Lange Kleidung abends/nachts
- Imprägnierte Moskitonetze
- Klimatisierte Räume/Fliegengitter
Medikamentöse Prophylaxe nur nach individueller Risikoabwägung für das konkrete Zielgebiet.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus. Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und empfiehlt bei Eignung eine passende Therapie.
Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe () in Anspruch nehmen.
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