Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Eine sichere und zuverlässige Verhütung ist für viele Frauen ein zentraler Bestandteil der selbstbestimmten Familienplanung. Dank moderner Medizin stehen heute zahlreiche Verhütungsmethoden zur Verfügung, die sich in Wirkweise, Sicherheit, Anwendung und möglichen Nebenwirkungen unterscheiden.
Die Wahl der passenden Verhütung ist sehr individuell und hängt von vielen Faktoren ab – etwa Alter, Lebenssituation, gesundheitlichen Voraussetzungen, Zyklus, Kinderwunsch und persönlichen Vorlieben. Was für eine Frau ideal ist, kann für eine andere ungeeignet sein.
Die gute Nachricht: Für die meisten Frauen lässt sich eine gut verträgliche und sichere Methode finden. Auch im Rahmen einer Online-Konsultation kann ärztlich geprüft werden, welche Verhütung infrage kommt und ob hormonelle Präparate sicher angewendet werden können.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Unter Verhütung versteht man alle Maßnahmen, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Medizinisch unterscheidet man zwischen hormonellen und nicht-hormonellen Methoden sowie zwischen kurzfristiger und langfristiger Verhütung.
Hormonelle Verhütungsmittel greifen in den natürlichen Zyklus ein. Sie verhindern entweder den Eisprung, verdicken den Schleim am Gebärmutterhals oder verändern die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.
Nicht-hormonelle Methoden wirken mechanisch oder chemisch, etwa durch das Blockieren der Spermien oder das Verhindern der Befruchtung. Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Der Wunsch nach Verhütung entsteht aus unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnissen.
Vermeidung einer ungewollten Schwangerschaft ist der häufigste Grund für die Anwendung von Verhütungsmitteln, insbesondere bei fehlendem oder noch nicht abgeschlossenem Kinderwunsch.
Zykluskontrolle und Beschwerdelinderung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Hormonelle Verhütung kann bei starken Regelblutungen, schmerzhaften Perioden oder Zyklusunregelmäßigkeiten helfen.
Medizinische Gründe wie Endometriose, Akne oder hormonell bedingte Beschwerden können ebenfalls eine hormonelle Verhütung sinnvoll machen.
Lebensphase und Alltag beeinflussen die Wahl: Manche Frauen bevorzugen eine täglich einzunehmende Methode, andere eine langfristige Lösung ohne regelmäßige Einnahme.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Verhütung selbst ist keine Erkrankung, dennoch können im Zusammenhang mit Verhütungsmitteln bestimmte körperliche Veränderungen oder Nebenwirkungen auftreten.
Häufige hormonelle Begleiterscheinungen sind:
- Übelkeit oder Spannungsgefühl in der Brust
- Kopfschmerzen
- Zwischenblutungen
- Stimmungsschwankungen
Diese Beschwerden treten vor allem in den ersten Monaten nach Beginn einer hormonellen Verhütung auf und bessern sich häufig mit der Zeit.
Warnzeichen, bei denen ärztlicher Rat eingeholt werden sollte, sind:
- Starke Kopfschmerzen mit Sehstörungen
- Plötzliche Schmerzen oder Schwellungen in den Beinen
- Atemnot oder Brustschmerzen
Diese Symptome können auf seltene, aber ernsthafte Komplikationen wie Thrombosen hinweisen.
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Vor Beginn einer Verhütung erfolgt immer eine ärztliche Beratung, bei der individuelle Risiken und Bedürfnisse besprochen werden.
Der Arzt erhebt eine ausführliche Anamnese mit Fragen zu:
- Vorerkrankungen
- Rauchen
- Migräne
- Bluthochdruck
- Thrombosen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte
Bei hormonellen Verhütungsmitteln kann zusätzlich eine Blutdruckmessung erforderlich sein. In der Regel sind keine Blutuntersuchungen notwendig, sofern keine Risikofaktoren bestehen.
Auch im Rahmen einer Online-Konsultation kann geprüft werden, ob eine hormonelle Verhütung sicher angewendet werden kann. Ein strukturierter medizinischer Fragebogen dient dabei der Risikoabschätzung.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Zur Verhütung stehen verschiedene medizinisch anerkannte Methoden zur Verfügung.
Kombinierte orale Kontrazeptiva (Antibabypille) enthalten Östrogen und Gestagen. Sie verhindern zuverlässig den Eisprung und zählen zu den sichersten Verhütungsmethoden. Bei korrekter Anwendung liegt der Pearl-Index unter 1. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Brustspannen oder ein leicht erhöhtes Thromboserisiko.
Minipille (Gestagenpille) enthält kein Östrogen und eignet sich besonders für Frauen, die Östrogene nicht vertragen oder ein erhöhtes Thromboserisiko haben. Sie muss sehr regelmäßig eingenommen werden, um zuverlässig zu wirken.
Langzeitverhütung umfasst Methoden wie:
- Hormonspirale
- Kupferspirale
- Verhütungsstäbchen
Diese Methoden wirken über mehrere Jahre und sind besonders anwenderunabhängig.
Nicht-hormonelle Methoden wie Kondome oder Kupferspiralen sind eine Alternative für Frauen, die keine Hormone anwenden möchten. Kondome bieten zusätzlich Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.
Wichtige Kontraindikationen für kombinierte hormonelle Verhütung sind:
- Aktive oder frühere Thrombosen
- Bestimmte Migräneformen mit Aura
- Schwere Lebererkrankungen
- Starkes Rauchen über 35 Jahre
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.

Aida
Drospirenon 3 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Belara
Chlormadinonacetat 2 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Cerazette
Desogestrel 0,075 mg

Chariva
Chlormadinonacetat 2 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Desmin
Desogestrel 0,15 mg, Ethinylestradiol 0,02 mg oder 0,03 mg

ellaOne
Ulipristalacetat 30 mg
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Eine gute Verhütungsberatung trägt dazu bei, Nebenwirkungen zu vermeiden und die Zufriedenheit mit der gewählten Methode zu erhöhen.
Wichtig ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle, insbesondere bei hormonellen Verhütungsmitteln. Bei neu auftretenden Beschwerden oder Veränderungen der Gesundheit sollte die Verhütung erneut überprüft werden.
Der bewusste Umgang mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht kann helfen, mögliche Komplikationen zu reduzieren.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus. Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und empfiehlt bei Eignung eine passende Therapie.
Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe () in Anspruch nehmen.
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