Was ist Aarane?
Aarane ist ein Kombinationsinhalator, der Cromoglicinsäure (einen Mastzellstabilisator) und Reproterol (ein kurzwirksames Beta-2-Sympathomimetikum) enthält. Es wird zur vorbeugenden Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt.
Cromoglicinsäure stabilisiert Mastzellen und verhindert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren, während Reproterol die Bronchien erweitert. Die Kombination bietet somit eine doppelte Wirkung.
Aarane wird heute seltener verschrieben, da inhalative Kortikoide wirksamer sind. Es kann aber bei leichtem allergischem Asthma oder als Alternative bei Kortikoidunverträglichkeit eingesetzt werden.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Cromoglicinsäure, Reproterolhydrochlorid
Aarane kombiniert zwei Wirkmechanismen:
Cromoglicinsäure (Mastzellstabilisator):
- Stabilisiert die Membran von Mastzellen
- Verhindert Freisetzung von Histamin und Leukotrienen
- Vorbeugend gegen allergische Reaktionen
- Keine direkte bronchialerweiternde Wirkung
Reproterol (SABA):
- Aktiviert Beta-2-Adrenozeptoren
- Schnelle Bronchodilatation
- Wirkdauer: 4-6 Stunden
- Zusätzlich leichte antiallergische Wirkung
Kombinierte Wirkung: Vorbeugend (Cromoglicinsäure) plus symptomatisch (Reproterol) in einem Inhalator.
Für wen ist es geeignet?
Aarane ist geeignet für:
- Leichtes allergisches Asthma
- Belastungsinduziertes Asthma (prophylaktisch)
- Allergeninduziertes Asthma
- Kinder mit leichtem Asthma
Einschränkungen:
- Weniger wirksam als inhalative Kortikoide
- Rein vorbeugende Wirkung der Cromoglicinsäure
- Keine Wirkung bei akutem Asthmaanfall (für Cromoglicinsäure)
Nicht geeignet:
- Bei mittelschwerem bis schwerem Asthma
- Als alleinige Akuttherapie
Verfügbare Dosierungen
Aarane Dosieraerosol:
- 1 mg Cromoglicinsäure + 0,5 mg Reproterol pro Hub
- 2 Hübe 4x täglich
- Vor Allergenexposition: 2 Hübe 10-15 Min. vorher
- Vor Sport: 2 Hübe 10-15 Min. vorher
Einnahmehinweise
Dosieraerosol: 1. Schutzkappe entfernen, schütteln 2. Tief ausatmen 3. Mundstück umschließen 4. Langsam einatmen, dabei sprühen 5. Atem 10 Sekunden anhalten 6. Zweiten Hub nach 30 Sekunden
Wichtig:
- Regelmäßig anwenden (vorbeugende Wirkung!)
- Vor bekannter Allergenexposition zusätzlich
- Vor Sport zur Prophylaxe
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe
Vorsicht bei:
- Schweren Herzerkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromozytom
Schwangerschaft: Begrenzte Daten. Nur bei klarer Indikation.
Stillzeit: Anwendung nach Nutzen-Risiko-Abwägung.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig:
- Husten nach Inhalation
- Rachenreizung
Gelegentlich:
- Tremor (durch Reproterol)
- Herzklopfen
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörungen
Selten:
- Paradoxer Bronchospasmus
- Allergische Reaktionen
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen:
- Betablocker – können Reproterol-Wirkung aufheben
- MAO-Hemmer – verstärkte Herzwirkung
Keine relevante Wechselwirkung mit:
- Inhalativen Kortikoiden
- Antihistaminika
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





