Was ist Allergospasmin?
Allergospasmin ist ein Kombinationsinhalator, der wie Aarane die Wirkstoffe Cromoglicinsäure und Reproterol enthält. Es wird zur vorbeugenden und symptomatischen Behandlung von allergischem Asthma bronchiale eingesetzt.
Cromoglicinsäure wirkt als Mastzellstabilisator vorbeugend gegen allergische Reaktionen, während Reproterol als Beta-2-Agonist die Bronchien erweitert. Allergospasmin ist als Dosieraerosol erhältlich.
Wie Aarane wird auch Allergospasmin heute seltener eingesetzt, da inhalative Kortikoide in der Asthmatherapie wirksamer sind. Es bleibt aber eine Option bei leichtem allergischem Asthma.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Cromoglicinsäure, Reproterolhydrochlorid
Allergospasmin wirkt über zwei Mechanismen:
Cromoglicinsäure:
- Stabilisiert Mastzellmembranen
- Verhindert Freisetzung von Histamin und Leukotrienen
- Wirkt vorbeugend gegen allergische Reaktionen
- Braucht regelmäßige Anwendung für volle Wirkung
Reproterol:
- Kurzwirksamer Beta-2-Agonist
- Schnelle Bronchodilatation (3-5 Minuten)
- Wirkdauer: 4-6 Stunden
- Symptomatische Linderung
Zeitverlauf:
- Reproterol: sofortige Wirkung (Minuten)
- Cromoglicinsäure: vorbeugende Wirkung nach Tagen bis Wochen regelmäßiger Anwendung
Für wen ist es geeignet?
Allergospasmin ist geeignet für:
- Leichtes allergisches Asthma
- Vorbeugung von Allergen-induziertem Asthma
- Belastungsasthma-Prophylaxe
- Patienten mit Kortikoidbedenken (leichtes Asthma)
Nicht geeignet:
- Mittelschweres bis schweres Asthma
- Als alleinige Therapie bei unkontrolliertem Asthma
- Als Ersatz für inhalative Kortikoide bei den meisten Patienten
Verfügbare Dosierungen
Allergospasmin Dosieraerosol:
- 1 mg Cromoglicinsäure + 0,5 mg Reproterol pro Hub
- 2 Hübe 3-4x täglich
- Vor Allergenexposition: 2 Hübe 10-15 Min. vorher
Einnahmehinweise
Dosieraerosol: 1. Schutzkappe entfernen, schütteln 2. Tief ausatmen 3. Mundstück umschließen 4. Langsam einatmen, dabei sprühen 5. Atem 10 Sekunden anhalten
Wichtig:
- Regelmäßig anwenden (vorbeugende Wirkung)
- Geduld – Cromoglicinsäure braucht Zeit
- Nicht abrupt absetzen
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe
Vorsicht bei:
- Schweren Herzerkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromozytom
Schwangerschaft: Nur bei klarer Indikation.
Stillzeit: Nutzen-Risiko-Abwägung.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig:
- Husten nach Inhalation
- Rachenreizung
- Geschmacksstörungen
Gelegentlich:
- Tremor
- Herzklopfen
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
Selten:
- Paradoxer Bronchospasmus
- Allergische Reaktionen
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen:
- Betablocker – können Reproterol-Wirkung aufheben
- MAO-Hemmer – verstärkte Herzwirkung
Sinnvolle Kombination mit:
- Antihistaminika bei allergischem Asthma
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





