Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Vitamin D spielt eine zentrale Rolle für Knochen, Muskeln und Immunsystem. Viele Menschen in Deutschland erreichen insbesondere in den Wintermonaten nicht ausreichend hohe Vitamin-D-Spiegel, weil Sonnenlicht als wichtigste Quelle fehlt.
Ein Vitamin-D-Mangel bleibt oft lange unbemerkt oder äußert sich unspezifisch durch Müdigkeit, Muskelschwäche oder diffuse Schmerzen. Bei ausgeprägtem Mangel steigt das Risiko für Knochenerkrankungen wie Osteomalazie oder Osteoporose.
Die gute Nachricht: Ein Vitamin-D-Mangel lässt sich gut diagnostizieren und sicher behandeln – meist durch Nahrungsergänzung mit Colecalciferol. Auch im Rahmen einer Online-Konsultation kann die passende Dosierung besprochen werden.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Vitamin D ist streng genommen ein Hormonvorläufer. Der Körper bildet es überwiegend in der Haut unter UVB-Licht. Anschließend wird es in Leber und Niere in aktive Formen umgewandelt.
Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und ist damit entscheidend für:
- Knochenmineralisierung
- Muskelkraft
- Funktion des Immunsystems
Als Marker wird meist 25(OH)-Vitamin D im Blut gemessen.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Ein Mangel entsteht, wenn zu wenig Vitamin D gebildet oder aufgenommen wird.
Zu wenig Sonnenlicht ist der häufigste Grund (Winter, überwiegend indoor, Sonnenschutz, dunklere Haut).
Weitere Risikofaktoren:
- Höheres Alter
- Übergewicht
- Bestimmte Darmerkrankungen (Malabsorption)
- Nierenerkrankungen
- Strenge bedeckende Kleidung, geringe UV-Exposition
Ernährung allein deckt den Bedarf oft nicht zuverlässig.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Milde Mängel sind häufig symptomlos.
Mögliche Symptome:
- Müdigkeit, Erschöpfung
- Muskelschwäche, Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Erhöhte Infektanfälligkeit (unspezifisch)
Bei starkem Mangel können Knochen entmineralisieren (Osteomalazie), und Sturzrisiko kann steigen.
Warnzeichen: starke Knochenschmerzen, wiederholte Knochenbrüche oder schwere Muskelschwäche sollten ärztlich abgeklärt werden.
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose erfolgt über eine Blutuntersuchung: 25(OH)-Vitamin D.
Je nach Situation können zusätzlich geprüft werden:
- Calcium, Phosphat
- Parathormon
- Nierenwerte
Im Rahmen einer Online-Konsultation können Laborwerte eingeordnet und ein Supplementierungsplan erstellt werden.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Behandlung erfolgt meist durch Vitamin-D-Supplemente.
Colecalciferol (Vitamin D3) ist Standard. Dosierung hängt von Ausgangswert, Körpergewicht und Risiko ab.
- Bei leichtem Mangel genügt oft eine tägliche oder wöchentliche Erhaltungsdosis.
- Bei ausgeprägtem Mangel kann kurzfristig höher dosiert werden, anschließend Erhaltung.
Mögliche Nebenwirkungen sind selten, treten v. a. bei Überdosierung auf (z. B. hoher Calciumspiegel mit Übelkeit, Durst, häufigem Wasserlassen).
Wichtige Kontraindikationen: bestimmte Formen von Hyperkalzämie oder Nierensteinen erfordern ärztliche Abklärung.
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Vorbeugung:
- Regelmäßige moderate Sonnenexposition (ohne Sonnenbrand)
- Bei Risiko: Erhaltungsdosis in sonnenarmen Monaten
- Ausgewogene Ernährung (fettreicher Fisch, Eier), reicht oft allein nicht
Sinnvoll ist eine ärztliche Kontrolle bei Risikogruppen.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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