Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Asthma bronchiale ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege. In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen betroffen – Kinder ebenso wie Erwachsene. Die Erkrankung äußert sich durch eine anfallsweise oder dauerhafte Verengung der Atemwege.
Unbehandeltes oder schlecht eingestelltes Asthma kann die Lebensqualität deutlich einschränken und im schlimmsten Fall zu schweren Asthmaanfällen führen. Viele Betroffene unterschätzen jedoch die Erkrankung oder nehmen ihre Symptome als gegeben hin.
Die gute Nachricht: Asthma ist heute sehr gut behandelbar. Mit einer individuell angepassten Therapie lassen sich Beschwerden kontrollieren und Asthmaanfälle weitgehend vermeiden – auch nach ärztlicher Prüfung im Rahmen einer Online-Konsultation.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Dabei reagieren die Bronchien überempfindlich auf verschiedene Reize und verengen sich zeitweise oder dauerhaft.
Charakteristisch für Asthma sind drei Hauptmechanismen:
- Chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut
- Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
- Vermehrte Schleimbildung
Diese Prozesse führen zu einer erschwerten Ausatmung und typischen Symptomen wie Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen. Asthma verläuft meist schubweise, kann aber auch dauerhaft Beschwerden verursachen.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Die Entstehung von Asthma ist multifaktoriell und beruht auf einem Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren.
Allergisches Asthma ist die häufigste Form. Es wird durch Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst.
Nicht-allergisches Asthma wird durch Reize wie kalte Luft, körperliche Anstrengung, Infekte oder Schadstoffe ausgelöst.
Weitere begünstigende Faktoren sind:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen (aktiv oder passiv)
- Luftverschmutzung
- Atemwegsinfektionen in der Kindheit
Oft liegen Mischformen aus allergischem und nicht-allergischem Asthma vor.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Die Symptome von Asthma können in Häufigkeit und Intensität stark variieren.
Typische Beschwerden sind:
- Atemnot, insbesondere bei Belastung oder nachts
- Pfeifende oder brummende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Husten, oft nachts oder früh morgens
Asthmaanfälle äußern sich durch plötzlich zunehmende Atemnot und können medizinische Notfälle darstellen.
Warnzeichen, die sofort ärztlich abgeklärt werden sollten, sind:
- Zunehmende Atemnot trotz Medikation
- Sprechunfähigkeit vor Atemnot
- Bläuliche Lippen oder Fingernägel
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose von Asthma erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und Lungenfunktionstests.
Zu den wichtigsten Untersuchungen zählen:
- Spirometrie zur Messung der Atemleistung
- Bronchodilatationstest
- Ggf. Allergietests
In manchen Fällen werden Provokationstests oder Peak-Flow-Messungen eingesetzt.
Im Rahmen einer Online-Konsultation können Symptome, bisherige Befunde und der Therapieverlauf beurteilt werden. Bei Bedarf wird eine weiterführende Diagnostik empfohlen.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Behandlung von Asthma erfolgt stufenweise und individuell angepasst.
Inhalative Kortikosteroide (ICS) sind die Basistherapie. Sie wirken entzündungshemmend und reduzieren die Überempfindlichkeit der Atemwege.
Bronchienerweiternde Medikamente wie Salbutamol werden zur schnellen Linderung akuter Beschwerden eingesetzt. Sie entspannen die Bronchialmuskulatur.
Langwirksame Bronchodilatatoren wie Formoterol werden meist in Kombination mit ICS eingesetzt.
Weitere Therapieoptionen:
- Leukotrienantagonisten wie Montelukast
- Biologika bei schwerem Asthma
Wichtige Hinweise:
- Inhalationstechnik ist entscheidend für den Therapieerfolg
- Regelmäßige Anwendung der Basistherapie ist notwendig, auch bei Beschwerdefreiheit
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.

Aarane
Cromoglicinsäure, Reproterolhydrochlorid

Allergospasmin
Cromoglicinsäure, Reproterolhydrochlorid

Alvesco
Ciclesonid

Atrovent
Ipratropiumbromid

Beclomet Easyhaler
Beclometasondipropionat

Berodual
Fenoterol, Ipratropiumbromid
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Asthma lässt sich nicht vollständig verhindern, jedoch gut kontrollieren.
Wichtige Maßnahmen sind:
- Vermeidung bekannter Auslöser
- Rauchverzicht
- Regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente
- Schulungen zum Umgang mit Asthma
Ein individuell erstellter Asthma-Aktionsplan hilft, Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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