Was ist Forxiga?
Forxiga enthält den Wirkstoff Dapagliflozin und ist ein SGLT2-Hemmer zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Wie Empagliflozin (Jardiance) bewirkt es die Ausscheidung überschüssigen Zuckers über den Urin.
Dapagliflozin war der erste SGLT2-Hemmer auf dem europäischen Markt. Neben der Blutzuckersenkung hat Forxiga nachgewiesene Vorteile für Herz und Nieren und ist zusätzlich zur Behandlung von Herzinsuffizienz und chronischer Nierenerkrankung zugelassen.
Forxiga wird von AstraZeneca hergestellt.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Dapagliflozin
Dapagliflozin hemmt den SGLT2-Transporter in der Niere:
Wirkmechanismus:
- Blockiert die Rückresorption von Glukose in den Nierentubuli
- Ca. 70 g Glukose werden täglich über den Urin ausgeschieden
- Kaloriendefizit von ca. 280 kcal/Tag
Weitere Effekte:
- Blutdrucksenkung (ca. 3-5 mmHg systolisch)
- Gewichtsreduktion (ca. 2-3 kg in den ersten Monaten)
- Harnsäuresenkung
- Kardio- und nephroprotektive Wirkung
Studienlage: Die DAPA-HF- und DAPA-CKD-Studien haben den Nutzen von Dapagliflozin bei Herzinsuffizienz und chronischer Nierenerkrankung belegt.
Für wen ist es geeignet?
Forxiga ist geeignet für:
- Erwachsene mit Diabetes Typ 2 als Ergänzung zu Diät und Bewegung
- Als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika
- Diabetespatienten mit Herzinsuffizienz oder chronischer Nierenerkrankung
- Patienten, die von Gewichtsreduktion profitieren
Nicht geeignet:
- Diabetes Typ 1
- Schwere Niereninsuffizienz (eGFR < 25 ml/min für Diabetes)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Häufige Genitalinfektionen
Verfügbare Dosierungen
Verfügbare Stärke:
- 10 mg Filmtabletten
Dosierung bei Diabetes Typ 2:
- 10 mg einmal täglich
Keine Dosisanpassung nötig bei:
- Leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz
- Leberinsuffizienz
Einnahmehinweise
Einnahme:
- Einmal täglich, zu jeder Tageszeit
- Unabhängig von Mahlzeiten
- Tablette unzerkaut mit Wasser schlucken
Wichtige Hinweise:
- Ausreichend trinken (mind. 1,5-2 Liter täglich)
- Gute Intimhygiene (Vorbeugung von Pilzinfektionen)
- Bei akuter Erkrankung, Fieber oder Operation: Arzt informieren
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (Nierenwerte, Blutzucker)
Gegenanzeigen
Forxiga darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Dapagliflozin
- Diabetes Typ 1
Vorsicht bei:
- Patienten über 75 Jahre (Dehydratationsrisiko)
- Diuretikatherapie
- Wiederkehrende Harnwegs- oder Genitalinfektionen
- Risikofaktoren für diabetische Ketoazidose
Schwangerschaft/Stillzeit: Kontraindiziert. Nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Genitalpilzinfektionen (Vulvovaginitis, Balanitis)
- Harnwegsinfektionen
- Vermehrtes Wasserlassen
- Rückenschmerzen
- Schwindel
Gelegentlich:
- Dehydratation
- Hypotonie (niedriger Blutdruck)
- Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung)
Selten:
- Diabetische Ketoazidose
- Fournier-Gangrän (sehr selten)
Hinweis: Genitalpilzinfektionen sind die häufigste Nebenwirkung und treten vor allem zu Beginn der Therapie auf. Gute Hygiene und ggf. lokale Behandlung helfen.
Wechselwirkungen
Diuretika: Verstärkter Flüssigkeitsverlust. Dosis ggf. anpassen.
Insulin und Sulfonylharnstoffe: Hypoglykämie-Risiko steigt. Dosisreduktion kann erforderlich sein.
Keine klinisch relevanten CYP-Interaktionen.
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





