Was ist MomeGalen® / Nasonex® (Mometason nasal)?
MomeGalen® und Nasonex® sind nasale Kortikosteroid-Sprays mit dem Wirkstoff Mometasonfuroat. Mometason gehört zu den am häufigsten eingesetzten nasalen Kortikosteroiden weltweit und ist sowohl für die allergische Rhinitis als auch für Nasenpolypen (Polyposis nasi) zugelassen.
Mometasonfuroat hat eine hohe lokale Wirkstärke in der Nasenschleimhaut bei einer sehr geringen systemischen Bioverfügbarkeit (unter 0,1 % bei nasaler Anwendung). Es ist eines der sichersten nasalen Kortikosteroide für die Langzeitanwendung.
MomeGalen® ist das Generikum, Nasonex® das Originalpräparat. Beide enthalten identisch dosierten Wirkstoff und sind therapeutisch gleichwertig.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Mometasonfuroat
Mometasonfuroat wirkt als potentes Glukokortikoid in der Nasenschleimhaut:
Wirkmechanismus:
- Bindet an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren
- Hemmt die Bildung von Entzündungsmediatoren (Prostaglandine, Leukotriene)
- Reduziert die Infiltration von Eosinophilen, Basophilen und Mastzellen
- Unterdrückt die allergische Entzündungsreaktion in der Nasenschleimhaut
- Wirkt abschwellend auf die Schleimhaut
Wirkung bei Nasenpolypen:
- Reduziert die Größe von Nasenpolypen
- Verbessert die Nasenatmung
- Kann eine Operation hinauszögern oder unnötig machen
Wirkungseintritt:
- Erste Besserung häufig nach 12 Stunden
- Klinisch relevante Wirkung nach 1–2 Tagen
- Volle Wirkung nach 1–2 Wochen regelmäßiger Anwendung
Für wen ist es geeignet?
Mometason nasal ist geeignet für:
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit allergischer Rhinitis
- Kinder ab 3 Jahren (saisonale und perenniale Rhinitis, nach ärztlicher Verordnung)
- Erwachsene ab 18 Jahren mit Nasenpolypen
- Saisonale und ganzjährige Allergien
Besonders empfohlen bei:
- Verstopfte Nase als Hauptsymptom
- Nasenpolypen mit Behinderung der Nasenatmung
- Langzeittherapie (günstigstes Sicherheitsprofil unter den nasalen Kortikosteroiden)
- Kinder (ab 3 Jahren zugelassen – mehr Erfahrung als mit Fluticasonfuroat)
Nicht geeignet:
- Unbehandelte Naseninfektionen (Pilze, Bakterien)
- Nasenbluten oder frische Nasenverletzungen
- Tuberkulose der Atemwege
Verfügbare Dosierungen
Allergische Rhinitis – Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
- 2 Sprühstöße pro Nasenloch einmal täglich (= 200 µg Gesamtdosis)
- Erhaltungsdosis: 1 Sprühstoß pro Nasenloch einmal täglich (= 100 µg)
Allergische Rhinitis – Kinder 3–11 Jahre:
- 1 Sprühstoß pro Nasenloch einmal täglich (= 100 µg)
Nasenpolypen – Erwachsene ab 18 Jahren:
- 2 Sprühstöße pro Nasenloch zweimal täglich (= 400 µg)
- Nach Besserung: 2 Sprühstöße pro Nasenloch einmal täglich
Verfügbare Stärke:
- 50 µg Mometasonfuroat pro Sprühstoß (140 Sprühstöße pro Flasche)
Prophylaktisch:
- 2–4 Wochen vor erwartetem Pollenbeginn starten
Einnahmehinweise
Anwendung:
- Nase sanft schnäuzen
- Flasche schütteln
- Schutzkappe abnehmen
- Sprühöffnung in das Nasenloch einführen (von der Scheidewand weg gerichtet)
- Einmal pumpen, dabei sanft durch die Nase einatmen
- Durch den Mund ausatmen
Wichtige Hinweise:
- Vor Erstanwendung: 10-mal pumpen (bis gleichmäßiger Sprühnebel)
- Bei > 14 Tagen Nichtgebrauch: 2-mal pumpen
- Regelmäßige Anwendung für optimale Wirkung
- Sprühkopf wöchentlich mit warmem Wasser reinigen
- Nicht in Richtung Nasenscheidewand sprühen
Tipps:
- Linke Hand für rechtes Nasenloch, rechte Hand für linkes Nasenloch
- Kopf leicht nach vorne neigen
- Bei Nasenpolypen: Konsequent anwenden, auch wenn Besserung eintritt
Gegenanzeigen
Mometason nasal darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Mometasonfuroat oder sonstige Bestandteile
- Unbehandelter lokaler Infektion der Nasenschleimhaut
Vorsicht bei:
- Aktiver oder latenter Tuberkulose
- Herpes simplex der Augen
- Systemischen Pilzinfektionen
- Kürzlicher Nasen-OP oder Nasenverletzung
- Langzeitanwendung bei Kindern (Wachstumskontrolle)
- Gleichzeitiger Anwendung anderer Kortikosteroide (inhalativ, dermal)
- Glaukom oder Katarakt in der Vorgeschichte
Schwangerschaft und Stillzeit: Darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden. Systemische Aufnahme ist minimal (< 0,1 %). Bei Langzeitanwendung in der Schwangerschaft: Neugeborenes auf Nebenniereninsuffizienz überwachen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1–10 %):
- Nasenbluten (Epistaxis)
- Pharyngitis (Rachenentzündung)
- Kopfschmerzen
Gelegentlich (0,1–1 %):
- Brennen oder Reizung in der Nase
- Niesen nach Anwendung
- Geschmacks- oder Geruchsstörungen
Selten:
- Nasenseptumperforation (bei Langzeitanwendung, sehr selten)
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Angioödem, Bronchospasmus)
- Erhöhter Augeninnendruck, Glaukom, Katarakt (bei Langzeitanwendung)
Systemische Nebenwirkungen: Bei bestimmungsgemäßer nasaler Anwendung sind systemische Kortikoideffekte nicht zu erwarten. Mometason hat eine systemische Bioverfügbarkeit von unter 0,1 %.
Kinder: Unter Langzeitanwendung: Regelmäßige Kontrolle des Längenwachstums empfohlen, obwohl Studien keine signifikante Wachstumsbeeinträchtigung zeigten.
Wechselwirkungen
Vorsicht bei:
- Ritonavir und starke CYP3A4-Hemmer (könnten systemische Mometason-Exposition theoretisch erhöhen)
- Andere Kortikosteroide (inhalativ, oral, dermal – additive Kortisolsuppression)
Keine relevante Interaktion mit:
- Oralen Antihistaminika (sichere Kombination)
- Loratadin (in Studien untersucht – keine Interaktion)
- Leukotrien-Antagonisten (Montelukast)
- Abschwellenden Nasensprays (kurzfristig)
Hinweis: Aufgrund der extrem niedrigen systemischen Bioverfügbarkeit von Mometason nasal (< 0,1 %) sind systemische Arzneimittelwechselwirkungen sehr unwahrscheinlich.
Häufige Fragen
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Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





