Was ist Olmesartan?
Olmesartan ist ein potenter AT1-Rezeptorblocker (Sartan) mit einer starken blutdrucksenkenden Wirkung. Es ist als Monopräparat und in verschiedenen Kombinationen erhältlich: Olmetec®, Olmetec Plus® (mit HCT), Sevikar (mit Amlodipin) und Vocado® HCT.
Olmesartan wird häufig eingesetzt, wenn eine kräftige Blutdrucksenkung erforderlich ist, und lässt sich gut mit anderen Wirkstoffen kombinieren.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Olmesartan medoxomil
Olmesartan blockiert den AT1-Rezeptor:
Wirkmechanismus:
- Selektive und potente AT1-Rezeptorblockade
- Wird als Prodrug (Olmesartan medoxomil) eingenommen
- Im Darm zum aktiven Olmesartan umgewandelt
- Starke und anhaltende Blutdrucksenkung
Klinische Wirkung:
- Gehört zu den stärker blutdrucksenkenden Sartanen
- Wirkdauer: 24 Stunden
- Guter Schutz auch in den Morgenstunden
Für wen ist es geeignet?
Olmesartan ist geeignet für:
- Erwachsene mit Bluthochdruck
- Patienten, die eine stärkere Blutdrucksenkung benötigen
- In Kombination mit Amlodipin und/oder HCT
Besonders geeignet bei:
- Therapieresistenter Bluthochdruck
- Bedarf an Kombinationstherapie
Nicht geeignet:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Gallenwegsobstruktion
- Schwere Leberinsuffizienz
Verfügbare Dosierungen
Bluthochdruck:
- Startdosis: 10 mg einmal täglich
- Übliche Dosis: 20 mg einmal täglich
- Maximaldosis: 40 mg täglich
Verfügbare Stärken:
- 10 mg, 20 mg, 40 mg Tabletten
Kombinationspräparate:
- Olmesartan + HCT (Olmetec Plus®)
- Olmesartan + Amlodipin (Sevikar)
- Olmesartan + Amlodipin + HCT (Vocado® HCT)
Einnahmehinweise
Einnahme:
- Einmal täglich, immer zur gleichen Uhrzeit
- Unabhängig von Mahlzeiten
- Mit Wasser einnehmen
Hinweise:
- Regelmäßige Blutdruckkontrolle
- Laborkontrollen (Niere, Kalium)
- Nicht plötzlich absetzen
- Ausreichend trinken
Gegenanzeigen
Olmesartan darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Olmesartan
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Gallenwegsobstruktion
- Gleichzeitig mit Aliskiren bei Diabetes
Vorsicht bei:
- Niereninsuffizienz
- Nierenarterienstenose
- Hyperkaliämie
- Dehydratation
- Aortenstenose
Besondere Warnung: In seltenen Fällen kann Olmesartan eine Sprue-ähnliche Enteropathie (schwere Durchfälle mit Gewichtsverlust) verursachen. Bei chronischem Durchfall unter Olmesartan den Arzt informieren.
Schwangerschaft: Kontraindiziert in der gesamten Schwangerschaft.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Erhöhte Blutfettwerte
Gelegentlich (0,1-1%):
- Müdigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden
- Hyperkaliämie
- Nierenfunktionsstörungen
- Husten (selten)
Selten, aber wichtig:
- Sprue-ähnliche Enteropathie (chronischer Durchfall, Gewichtsverlust)
- Angioödem
- Leberfunktionsstörungen
Hinweis: Bei chronischem, unerklärtem Durchfall unter Olmesartan sollte eine Sprue-ähnliche Enteropathie in Betracht gezogen werden. Nach Absetzen bessern sich die Symptome.
Wechselwirkungen
Kontraindiziert:
- Aliskiren bei Diabetes oder Niereninsuffizienz
Vorsicht bei:
- Kaliumsparende Diuretika → Hyperkaliämie
- NSAR → verminderte Wirkung
- Lithium → erhöhte Spiegel
- Colesevelam → verminderte Olmesartan-Aufnahme
Hinweis: Colesevelam (Gallensäurebinder) kann die Aufnahme von Olmesartan verringern. Zeitlicher Abstand empfohlen.
Häufige Fragen
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





