Was ist Irbesartan?
Irbesartan ist ein AT1-Rezeptorblocker (Sartan) mit besonders guter Studienlage zum Schutz der Nieren bei Typ-2-Diabetes. Es wird zur Behandlung von Bluthochdruck und bei diabetischer Nephropathie eingesetzt.
Irbesartan ist als Generikum und unter dem Markennamen Aprovel® erhältlich. Es wird einmal täglich eingenommen und ist gut verträglich.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Irbesartan
Irbesartan blockiert den AT1-Rezeptor:
Wirkmechanismus:
- Selektive und langanhaltende AT1-Blockade
- Verhindert die Wirkung von Angiotensin II
- Gefäßerweiterung und Blutdrucksenkung
- Keine Aktivierung durch Leberenzyme nötig (kein Prodrug)
Nierenschutz:
- Verringert den Druck im Nierenglomerulus
- Reduziert die Eiweißausscheidung (Proteinurie)
- Verlangsamt das Fortschreiten diabetischer Nierenerkrankungen
- In der IDNT- und IRMA-2-Studie belegt
Für wen ist es geeignet?
Irbesartan ist geeignet für:
- Erwachsene mit Bluthochdruck
- Nierenerkrankung bei Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes
Besonders empfohlen bei:
- Diabetische Nephropathie mit Proteinurie
- Typ-2-Diabetiker mit Bluthochdruck
Nicht geeignet:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Schwere Leber- oder Niereninsuffizienz
- Gleichzeitig mit Aliskiren bei Diabetes
Verfügbare Dosierungen
Bluthochdruck:
- Startdosis: 150 mg einmal täglich
- Übliche Dosis: 150-300 mg einmal täglich
- Maximaldosis: 300 mg täglich
Diabetische Nephropathie:
- Zieldosis: 300 mg einmal täglich
Verfügbare Stärken:
- 75 mg, 150 mg, 300 mg Tabletten
Einnahmehinweise
Einnahme:
- Einmal täglich, immer zur gleichen Uhrzeit
- Unabhängig von Mahlzeiten
- Mit Wasser einnehmen
Hinweise:
- Regelmäßige Blutdruck- und Laborkontrollen
- Nierenwerte und Kalium überwachen lassen
- Nicht abrupt absetzen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Gegenanzeigen
Irbesartan darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Irbesartan
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Gleichzeitig mit Aliskiren bei Diabetes
Vorsicht bei:
- Niereninsuffizienz
- Nierenarterienstenose
- Hyperkaliämie
- Dehydratation
- Aortenstenose
Schwangerschaft: Kontraindiziert. Kann schwere Schäden beim Ungeborenen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Schwindel
- Orthostatische Hypotonie
- Hyperkaliämie (bei Niereninsuffizienz)
- Müdigkeit
Gelegentlich (0,1-1%):
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Magen-Darm-Beschwerden
- Muskelschmerzen
- Brustschmerzen
Selten:
- Angioödem
- Leberfunktionsstörungen
- Hautreaktionen
Allgemein: Gut verträgliches Medikament. Kein Husten wie bei ACE-Hemmern.
Wechselwirkungen
Kontraindiziert:
- Aliskiren bei Diabetes oder Niereninsuffizienz
Vorsicht bei:
- Kaliumsparende Diuretika → Hyperkaliämie
- NSAR → verminderte Wirkung
- Lithium → erhöhte Spiegel
- Andere Antihypertensiva → verstärkte Blutdrucksenkung
Hinweis: Irbesartan wird kaum über CYP-Enzyme abgebaut, daher weniger Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Häufige Fragen
Ähnliche Medikamente
Passt Irbesartan zu Ihnen?
Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.





