Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Diabetes Typ 2 ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und betrifft Millionen Menschen. Oft entwickelt er sich über Jahre unbemerkt – viele Betroffene merken zunächst nichts oder nur unspezifische Symptome.
Unbehandelt kann dauerhaft erhöhter Blutzucker Blutgefäße und Nerven schädigen. Das erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden, Augenerkrankungen und Wundheilungsstörungen.
Die gute Nachricht: Diabetes Typ 2 lässt sich sehr gut behandeln. Lebensstilmaßnahmen und moderne Medikamente können den Blutzucker wirksam senken und zugleich Herz-Kreislauf-Risiken reduzieren – auch mit ärztlicher Begleitung im Rahmen einer Online-Konsultation.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Insulin nicht mehr ausreichend wirksam nutzen kann (Insulinresistenz) und/oder die Bauchspeicheldrüse im Verlauf weniger Insulin produziert.
Insulin ist notwendig, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Wenn dieser Mechanismus gestört ist, bleibt zu viel Zucker im Blut.
Diabetes Typ 2 ist nicht dasselbe wie Diabetes Typ 1: Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, Typ 2 entsteht meist schleichend und ist stark mit Lebensstil- und genetischen Faktoren verbunden.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Diabetes Typ 2 entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Insulinresistenz durch Übergewicht (v. a. Bauchfett) ist ein zentraler Treiber. Fettgewebe beeinflusst Entzündungsprozesse und Hormonhaushalt und verschlechtert die Insulinwirkung.
Genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – Diabetes Typ 2 tritt familiär gehäuft auf.
Weitere Risikofaktoren:
- Bewegungsmangel
- Ungünstige Ernährung
- Schlafmangel und chronischer Stress
- Schwangerschaftsdiabetes in der Vorgeschichte
- Bestimmte Medikamente (z. B. langfristig Kortison)
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Diabetes Typ 2 ist anfangs oft symptomarm.
Mögliche Symptome sind:
- Starker Durst und häufiges Wasserlassen
- Müdigkeit, Leistungsknick
- Sehstörungen
- Häufige Infekte (z. B. Haut, Harnwege)
- Schlechte Wundheilung
- Kribbeln/Taubheit in Füßen (Nervenschäden)
Warnzeichen sind sehr hohe Blutzuckerwerte mit Übelkeit, Erbrechen, starker Schwäche oder Bewusstseinsstörungen – das ist ein Notfall und muss sofort abgeklärt werden.
Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose erfolgt über Blutwerte:
- Nüchternblutzucker
- HbA1c (Langzeitblutzucker)
- Oraler Glukosetoleranztest (OGTT) in bestimmten Fällen
Zusätzlich werden meist Blutdruck, Blutfette, Nierenwerte und ggf. Augen- und Fußstatus beurteilt, um Risiken und Folgeschäden zu erkennen.
Im Rahmen einer Online-Konsultation können vorhandene Laborwerte bewertet, Therapieoptionen besprochen und ein Plan für Kontrollen erstellt werden.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Therapie hat zwei Ziele: Blutzucker stabilisieren und Folgeerkrankungen verhindern.
Lebensstiltherapie ist die Basis:
- Gewichtsreduktion (falls nötig)
- Regelmäßige Bewegung
- Ernährung mit hoher Nährstoffdichte und weniger stark verarbeiteten Kohlenhydraten
Medikamente (Auswahl je nach Profil):
- Metformin: verbessert Insulinwirkung; häufige Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden
- SGLT2-Hemmer (z. B. Empagliflozin, Dapagliflozin): erhöhen Zuckerausscheidung über die Niere; mögliche Nebenwirkungen: Genitalinfektionen, Dehydratation
- GLP-1-Agonisten (z. B. Semaglutid): verbessern Sättigung und Insulinantwort; mögliche Nebenwirkungen: Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden
- Bei Bedarf Insulin (v. a. bei fortgeschrittenem Verlauf)
Wichtige Kontraindikationen hängen vom jeweiligen Medikament ab (z. B. Nierenfunktion bei Metformin/SGLT2-Hemmern). Das sollte ärztlich geprüft werden.
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.
Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Diabetes Typ 2 lässt sich häufig vermeiden oder deutlich hinauszögern:
- Normalgewicht bzw. Bauchumfang reduzieren
- 150 Minuten Bewegung pro Woche (z. B. zügiges Gehen) plus Krafttraining
- Ausgewogene Ernährung, wenig Zuckergetränke
- Regelmäßige Vorsorge bei Risikofaktoren
Frühe Maßnahmen haben den größten Effekt.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
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